Arbeiterwohlfahrt Büdingen und Umgebung e.V.
Arbeiterwohlfahrt Büdingen und Umgebung e.V.

Chronik

AWO Geschichte

Unsere Arbeiterwohlfahrt, ein Spitzenverband der Wohlfahrtspflege hat im vergangenen Jahr ihren 90. Geburtstag gefeiert, nachdem die Sozialdemokratin Marie Juchacz am 13. Dezember 1919 den Hauptausschuss der Arbeiterwohlfahrt in der SPD ins Leben rief.

 

Marie Juchacz war als Frauensekretärin in der SPD eine Vorkämpferin für das Frauenwahlrecht in Deutschland und Mitglied der Weimarer Nationalversammlung und ihr Ziel war ein „sozialdemokratischer Wohlfahrtsverband“, der in den Notzeiten der 20er Jahre durch eine Vielzahl von Diensten und Einrichtungen wie Nähstuben, Mittagstische, Werkstätten, Beratungsstellen mithelfen sollte, soziale Not zu lindern und durch Ausbildung von Frauen und Männern für soziale Berufe auch Not verhindern zu helfen.

 

Auf diesem Wege gilt es das Reichsjugendwohlfahrtsgesetz von 1927 zu nennen und die Fürsorgepflichtverordnung von 1924. Die Arbeiterwohlfahrt, die 1926 als Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege anerkannt wurde, versuchte der Massenverelendung, die auch durch die Weltwirtschaftskrise verursacht war, durch AWO-Volksküchen, durch eine eigene Lotterie, durch Lebensmittel- und Kleidersammlungen zu begegnen. Sie wurde zu einer Hilfsorganisation für alle sozial bedürftigen Menschen herkunfts- und konfessionsunabhängig.

 

Wenige Wochen nach der Machtergreifung 1933 wurde die Arbeiterwohlfahrt von den Nationalsozialisten verboten und aufgelöst. Dem Versuch, die AWO in die nationalsozialistische Volkswohlfahrt zu überführen, entzogen sich überall im Lande die Mitglieder und die Funktionäre der Arbeiterwohlfahrt. Die führenden Köpfe wurden verfolgt und die Hilfeleistungen mussten aus der Illegalität fortgesetzt werden, so weit dies möglich war. Marie Juchacz und andere mussten Deutschland verlassen und als Organisation hatte die Arbeiterwohlfahrt aufgehört zu bestehen.

1946 nach überwundenem drittem Reich und 2. Weltkrieg wurde die Arbeiterwohlfahrt in Hannover erneut als parteipolitisch und konfessionell unabhängige, selbständige Organisation für den Westteil Deutschlands wieder zugelassen. Sie hatte 1949 bereits wieder 50.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer; Marie Juchacz kehrte 1949 nach Deutschland zurück.

 

Die 1953 amtierende stellv. AWO-Vorsitzende Lotte Lemke erklärte „Aus der Arbeiterwohlfahrt der Weimarer Zeit ist eine Wohlfahrtsorganisation geworden, deren Aktionsradius weit über den Kreis der zur Arbeiterschaft rechnenden Bevölkerung hinausgreift“.

Es wurden Kindergärten und Kinderhorte eingerichtet, weiterhin gaben Volksküchen Mahlzeiten an Kranke, Alte und Kinder aus, zurückkehrende Kriegsgefangene wurden betreut und wo not-wendig mit Lebensmitteln versorgt; kurz die Arbeiterwohlfahrt wurde auf allen Feldern der sozialen Arbeit tätig, bis hin zur Gründung einer eigenen Schwesternschaft und des Seminars für Sozialberufe in Karlsruhe. 1959 gehörten zur AWO 300.000 Mitglieder, 5.000 Ortsvereine, über 350 Heime und 250 Kindergärten. Die Zahl der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer war auf 70.000 angewachsen.

 

Heute, 20 Jahre nach der Wiedervereinigung, ist die Arbeiterwohlfahrt in allen Bundesländern flächendeckend tätig. Sie hat mit ihrer Arbeit mit dafür Sorge getragen, dass der soziale Rechtsstaat, wie er von den Anfängen her angestrebt wurde, in grundlegenden Dingen verwirklicht werden konnte. Die AWO ist Trägerin sozialer Aufgaben und Dienstleistungen, die unser Land auch für die Zukunft lebenswert und menschlich erhalten helfen sollen.

 

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